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Silbermedaille als Trostpreis für Keltern

Es hat nicht sollen sein: Die Rutronik Stars Keltern haben auch das dritte Finalspiel um die deutsche Meisterschaft verloren. Mit 85:96 (42:47) zogen die Basketballerinnen aus dem Enzkreis gestern beim Titelverteidiger aus Bayern den Kürzeren. Damit ist die Finalserie nach drei von fünf Spielen entschieden.

Der Frust über die Niederlage in der Finalserie wird sich aber in Grenzen halten. Mit der deutschen Vizemeisterschaft hat der Verein aus Keltern bereits in seinem zweiten Bundesliga-Jahr Großes vollbracht. „Wir sind sehr, sehr, sehr zufrieden“, lautete die Bilanz des Vereinsvorsitzenden Dirk Steidl.

Wer weiß, wie die Finalserie geendet hätte, wenn die Sterne aus Keltern am Ende nicht mit so großem Verletzungspech zu kämpfen gehabt hätten. Vor den Play-offs fielen mit Jasmine Thomas und Stina Barnert die beiden fest eingeplanten Aufbauspielerinnen aus, im Finale fehlte dann mit Maja Vucurovic auch noch eine treffsichere Centerspielerin. „Dass Wasserburg letztlich verdient Meister ist, daran gibt es keinen Zweifel. Aber ohne unsere Verletzungsmisere hätte der deutsche Meister in diesem Jahr kein rotes Trikot getragen“, sagt Steidl in Anspielung auf die traditionell rot gewandeten Spielerinnen aus Wasserburg, die seit Jahren in der Bundesliga den Meister stellen. So sehr wie in der Finalserie dieses Jahr haben die Korbjägerinnen aus Bayern schon lange nicht mehr kämpfen müssen.

Auch das dritte Finale hielten die Sterne lange offen. Angeführt von der überragenden Quenice Davis (28 Punkte), die zehn von elf Zweipunktewürfen traf, war Keltern zur Pause mit 42:47 auf Schlagdistanz und verkürzte sofort nach dem Seitenwechsel durch einen Dreier von Marina Markovic auf 45:47. Im kräftezehrenden Endspurt der Partie machten sich aber die Verletzungen durch die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar.

Statistisch hatte Wasserburg nur in zwei Kategorien klar die Nase vorne. Sie hatten deutlich weniger Ballverluste (16:26) und hatten ein Plus bei den Offensivrebounds (13:5). Dadurch hatten die Gastgeberinnen deutlich mehr Würfe – das nutzten sie weidlich aus. Überragende Spielerin der Finalserie war Sheylani Marie Peddy, die beim TSV auch im dritten Spiel mit 23 Punkten herausragte und wieder vier Dreier versenkte.

„Alle Spielerinnen waren enttäuscht. Wir hätten gerne ein viertes Spiel daheim gehabt“, sagt Dirk Steidl. Am Ende aber konnten Kelterns Korbjägerinnen schon wieder lächeln, als sie die Silbermedaillen für die Vizemeisterschaft umgehängt bekamen.

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