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Wir wollen uns ganz oben etablieren

Die Saison ist gelaufen. Die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern gingen als deutscher Vizemeister und deutscher Vize-Pokalsieger durchs Ziel. Der große Erfolg beim Dorfclub hat viele Väter. Einer davon ist sicher Christian Hergenrö-ther. Der 31-jährige Trainer zieht im PZ-Interview Bilanz und wirft einen Blick in die Zukunft.

PZ: Die Rutronik Stars haben eine tolle Saison gespielt, sind deutscher Vizemeister und deutscher Vize-Pokalsieger. Wann wird Keltern deutscher Meister?

Christian Hergenröther: Gute Frage. Hoffentlich irgendwann. Wir wollen uns da oben etablieren. Aber – die vergangene Saison hat es gezeigt: Um ganz vorne zu landen, muss vieles zusammenpassen: Guter Kader, gutes Umfeld, guter Trainer, alle Spielerinnen müssen gesund bleiben.

Trotz der Erfolge: Basketball ist in Keltern noch nicht so recht angekommen, wenn man die Zuschauerzahlen sieht. Täuscht der Eindruck?

Das täuscht ein wenig, weil wir allgemein in Keltern und der Region ein ganz gutes Publikum haben. Aber auch ein sehr wählerisches. Trotz unserer Erfolge war im ersten Play-off-Viertelfinale gegen Hannover die Halle halb leer. Da fragst du dich schon: Hey, was ist hier los? Im zweiten Heimspiel im Halbfinale gegen Marburg war die Halle dann voll. Die Leute sind ein bisschen erfolgsverwöhnt. Sie suchen sich interessante und wichtige Spiele gezielt aus. Dann kommen auch mal Leute von weiter weg. Ich würde mir wünschen, dass wir jedes Spiel eine volle Halle haben, aber da hat sich in den letzten Jahren schon viel getan.

Welche sportlichen Ziele haben die Rutronik Stars in der neuen Saison?

Natürlich wollen wir wieder in der Meisterschaft und im Pokal unter den Top vier sein. Wir versuchen, wieder einen Kader zusammenzustellen, der diese Ziele erreicht.

Meldet man auch wieder für den EuroCup?

Ja, das ist für uns als Verein ganz wichtig. Zur Steigerung der Bekanntheit. Keltern ist ein Dorf. Da ist der EuroCup als Zugmittel für neue Spielerinnen von enormer Bedeutung. Wenn du Spielerinnen aus dem Ausland generieren musst, ist das internationale Geschäft unabdingbar.

Die Ziele hängen auch vom Personal ab. Gibt es schon Neuzugänge zu vermelden?

Da sind wir gerade dabei. Ich habe – wegen der Zeitverschiebung – heute Nacht um drei, vier Uhr per Skype mit Spielerinnen in den USA Kontakt gehabt. Bisher gibt es aber noch keine einzige neue Unterschrift.

Wie kommt man eigentlich an die Spielerinnen aus aller Herren Länder ran? Gibt es da Börsen oder Berater oder Agenturen? Wie läuft das in der Praxis?

Wie bei allen anderen Sportarten auch, gibt es entsprechende Agenturen, die Spielerinnen vertreten. Man äußert seine Wünsche, nennt sein Budget, schaut sich Videos an und irgendwann trifft man sich dann mit den Spielerinnen. Unsere Ansprüche sind natürlich gestiegen.

Keltern wird von der Konkurrenz vorgeworfen, wenig auf deutsche Spielerinnen zu bauen. Vereinschef Dirk Steidl hat vor zwei Jahren auch die Ausländerregel gekippt. Wie sehen Sie das?

Schwieriges Thema. Natürlich wollen wir auch gerne deutsche Spielerinnen haben. Wir haben ja vor einem Jahr mit Stina Barnert eine der besten deutschen Spielerinnen verpflichtet. Wir haben Stephanie Wagner, wir haben Leonie Elbert und Linn Schüler. Man muss aber auch klar sagen, dass es am Ende des Tages um Qualität geht. Die deutschen Spielerinnen müssen sich durchsetzen und sich nicht auf einer Quotenregelung ausruhen.

Warum ist der deutsche Frauen-Basketball international nur zweitklassig. Liegt es nicht auch daran, dass deutsche Spielerinnen zu wenig Einsatzzeiten in der Bundesliga haben?

Das muss man differenziert sehen. Unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften sind sehr erfolgreich, aber die Frauen haben sich nicht für die EM qualifiziert. Das heißt, dass wir beim Übergang vom Jugend- ins Profialter in Deutschland ein Problem haben. Das Berufsbild Basketballerin ist in Deutschland nicht so attraktiv. Das ist zum Beispiel bei unseren serbischen Spielerinnen ganz anders. Dort ist das Angebot an alternativen guten Jobs halt nicht so groß wie in Deutschland.

Wie ist das Niveau der deutschen Bundesliga DBBL im Vergleich zu anderen Ländern in Europa?

Sie wird von Jahr zu Jahr stärker. Frankreich ist die ausgeglichenste Liga in Europa. Am stärksten sind die Teams aus Russland und der Türkei, weil da sehr viel Geld vorhanden ist. Dann kommt Spanien. Zu allen anderen Ländern hat die deutsche Liga aufgeschlossen.

Was ist wichtiger im Basketball, gute Einzelspielerinnen oder ein gutes Mannschaftsgefüge?

Wer mich kennt, der weiß, dass für mich die Mannschaft das A und O ist. Ich setze nicht wie beispielsweise beim US-Basketball auf das Individualspiel. Eine Spielerin, die alles sehr gut kann, wird eh nicht in Keltern spielen. Meine Aufgabe als Trainer ist es, über das Spielsystem die verschiedenen individuellen Stärken der Spielerinnen auf dem Feld zu einer Einheit zusammenzufügen.

Wie wichtig ist Taktik? Welche Taktik bevorzugen Sie?

Taktik ist sehr wichtig. Ich bevorzuge in der Defensive die Mann-gegen-Mann-Verteidigung und das frühe Attackieren, die sogenannte Ganzfeld-Presse. Offensiv versuchen wir, entweder ganz schnell nach vorn zu spielen, in drei, vier Sekunden den Korb zu attackieren, oder relativ geduldig zu spielen. Das Mittelsegment gibt es bei mir selten.

Was ist anders, wenn man Frauen trainiert?

Frauen nehmen taktische Vorgaben schneller auf und setzen sie auch schneller um. Mental sind sie auch anders zu behandeln. Und natürlich gibt es große athletische Unterschiede, weshalb man das Spiel auch in diesem Bereich anpassen muss. Hohes Anspiel und Dunking – das sieht man bei den Frauen halt selten.

Wer sind die Leaderinnen in Ihrem Team?

Stina Barnert und Marina Markovic, die uns beide erhalten bleiben. Emmanuella Mayombo ist auch ein sehr emotionaler und kommunikativer Typ.

Sie haben auch einen Abschluss an der Filmakademie Ludwigsburg. Sehen Sie Ihre berufliche Zukunft eher im Basketball oder eher in der Filmbranche als Werbefilmproduzent?

Eine sehr gute Frage. Parallel ist nicht möglich, weil Bundesliga-Basketball genauso schwer und aufwendig ist wie die Filmemacherei. Ich bin jetzt drei Jahre in Keltern und aus dem Filmgeschäft raus. Basketball macht mir unheimlich viel Spaß. Ich denke, da bin ich auch ganz gut und dabei bleibe ich jetzt auch mal.

Sie fliegen diese Woche in die USA und hospitieren bei WNBA-Clubs, unter anderem in Los Angeles. Was erwarten Sie, was versprechen Sie sich davon?

Da sich der DBB in diesem Sommer nicht gemeldet hat, suchte ich eine andere Möglichkeit, mich im Sommer mit Basketball zu beschäftigen. Ich möchte neue Erfahrungen sammeln, vor allem, was die Trainingssteuerung angeht, wenn Du zwei- oder dreimal pro Woche spielst, so wie in der WNBA. Wie trainieren die, wie regenerieren sie, wie bekommen sie ihre Spielerinnen fit?

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht mit Basketball oder Film beschäftigt sind?

Wenn ich wirklich mal Zeit habe versuche ich, mich mit Leuten zum Essen zu treffen und über anderen Dinge zu reden als über Basketball. In der Saison ist das aber sehr, sehr schwierig. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass es sehr, sehr schön ist, mit dem Sport sein Geld zu verdienen.

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